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Dritte Fachkraft in Krippen

16.10.2014 von Michael Höfer

Die rot-grüne Niedersächsische Landesregierung hält Wort: die im Wahlkampf versprochene dritte (Fach)Kraft in den Krippengruppen kommt, und zwar zum 01.01.2015. Und das mit einer vollen Refinanzierung durch die Landesfinanzhilfe.

Zu schön, um wahr zu sein?

Zugegebenermaßen gibt es ein paar kleine Haken an dem Konstrukt: die Finanzhilfe berücksichtigt "nur" die Kosten für eine Drittkraft mit der Qualifikation Sozialassistent/in und zum 01.01.2015 werden die Kosten nur für maximal 20 Stunden pro Drittkraft und Krippengruppe erstattet. Wer also eine/n Erzieher/in einstellt, bleibt auf einem Teil der Kosten hängen. Die Refinanzierung steigert sich jedoch von 20 Stunden in 2015 bis zur Vollzeit im Jahr 2021. Und: ist die Einstellung einer dritten Fachkraft z.Z. noch freiwillig, wird sie ab 2020 für alle Träger und Einrichtungen verpflichtend. Von daher kann man schon von einem Erfolg sprechen.

Was leider (bisher) nicht berücksichtigt wurde, ist die Refinanzierung der dritten Kraft in altersübergreifenden Gruppen und Kleinen Kindertagesstätten - diese Einrichtungsformen gehen erst mal leer aus. Schade für die Träger, die aus Gründen der Flexibilität in der Erfüllung des Bedarfs der Eltern auf das Modell der Altersmischung gesetzt haben. Diese Lücke gilt es mittefristig noch zu schließen und die gesetzliche Regelung zur Drittkraft auch für diese Betreuungsformen zu verbessern. Da im Jahr 2016 das KiTaG neu gefasst werden soll, ist das ein erster wichtiger Verbesserungsvorschlag.

 

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